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Harnwegsinfekte, ein Risiko für eine Schwangerschaft?

Harnwegsinfekte, ein Risiko für eine Schwangerschaft?

Frage:

- Ich habe seit 4 Jahren Probleme mit einer Infektion, die mich nicht alleine lassen will, nämlich einer Harnwegsinfektion. Mindestens einmal im Monat habe ich diese Infektion und sie wiederholt sich die ganze Zeit. Bisher konnte noch kein Arzt die Ursache von Rezidiven feststellen. Ich bin jetzt seit fast einem Jahr verheiratet und wir denken darüber nach, in Zukunft ein Baby zu entwerfen. Meine Fragen wären: Was passiert, wenn diese Wiederholungen nicht aufhören? (Niemand wollte diese Frage beantworten). Betrifft es das Baby, wenn es jetzt schwanger wird, wenn es schwanger ist?

Antwort:


In Anbetracht der Häufigkeit von Harnwegsinfekten empfehle ich zunächst eine Konsultation Ihres Hausarztes, um mögliche Ursachen für eine Beeinträchtigung der Immunität zu untersuchen und zu identifizieren sowie Möglichkeiten zur Steigerung der Effizienz des Immunsystems zu finden.
Anschließend sollte eine Urokultur durchgeführt werden, um die Harnwegsinfektion mit einem spezifischen und zielgerichteten Antibiotikum anzugreifen. Während der Behandlungsdauer empfehle ich, auf sexuellen Kontakt zu verzichten. Harnwegsinfektionen bei Frauen sind aufgrund der Nähe zwischen Anal- und Harnröhrenöffnung sowie zwischen letzterer und Vagina häufiger.
Fehler in der persönlichen Hygiene (ob es sich um eine intravaginale Spülung handelt, die mehr als zweimal pro Woche durchgeführt wird, oder wie die Dammtoilette nach dem Stuhlgang durchgeführt wird) oder ein Zustand chronischer Verstopfung; sind günstige Faktoren für wiederkehrende Harnwegsinfektionen.
Eoli ist ein Bakterium, das häufig im unteren Verdauungstrakt vorkommt und sich leicht im Harntrakt ausbreitet, insbesondere weil die weibliche Harnröhre klein (in der Länge) ist und ein an solchen Infektionen häufig beteiligter Keim ist. .
Sexuelle Kontakte sowie andere Situationen begünstigen eine relativ leichte Migration dieses Bakteriums auf vulvovaginaler bzw. urethraler Ebene. Was ich neben der Beurteilung durch den Hausarzt empfehle, um eine ausgewogene Ernährung zu gewährleisten, die einen normalen Darmtransit bestimmt, angemessene Maßnahmen in der persönlichen Hygiene sowie eine nephrologische Beurteilung (es gibt Defekte im Harntrakt, die eine Harnstauung begünstigen und implizit wiederkehrende Infektionen).
Die erste therapeutische Absicht im Falle einer Harnwegsinfektion bleibt die Wasserbehandlung, der Verbrauch von mindestens 3 Litern Flüssigkeit pro Tag. Ich hoffe, dass die von uns gegebenen Hinweise Ihnen helfen, die Komplexität der Situation und die Bedeutung einer guten Zusammenarbeit mit dem Arzt zu verstehen.
Dr. Ciprian Pop-Began
- Geburtshilfe und Gynäkologie - Klinische Klinik für Geburtshilfe und Gynäkologie Prof. Dr. Panait Sarbu

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