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Cordocentesis (perkutane Nabelschnurblutentnahme)

Cordocentesis (perkutane Nabelschnurblutentnahme)

Die Cordozentese oder perkutane Nabelschnurblutentnahme ist ein äußerst komplexer und spezialisierter vorgeburtlicher Test, bei dem fötales Nabelschnurblut für Labortests entnommen wird. Die Analyse soll Infektionen und schwerwiegende genetische Probleme des Fötus aufdecken. Es kann im Alter von 18 Wochen oder später der Schwangerschaft durchgeführt werden.

Warum heißt es Cordocentesis?

Cordocentesis ist ein Test, der wichtige Informationen über die Gesundheit des Fötus liefern kann, aber nicht häufig angewendet wird. Ärzte verwenden diesen Test nur, wenn andere Varianten versagen oder nicht genügend Daten liefern. Mit ihrer Hilfe finden Sie:

  • Chromosomenstörungen (zB Down-Syndrom);

  • hämatologische Erkrankungen (Anämie, Thalassämie usw.);

  • Infektionen;

  • Wachstums- oder Entwicklungsstörungen des Fötus;

  • Neuralrohrdefekte (Spina bifida).

Welche Risiken birgt dieser Test?

Leider ist die Cordozentese mit mehreren Risiken verbunden, weshalb sie nur als letztes Mittel angewendet wird:

  • Fehlgeburt (2% der Schwangerschaften, die diesen Eingriff durchführen);

  • Blutungen;

  • den Rhythmus des Herzschlags im Fötus verlangsamen;

  • Infektionen (insbesondere Gebärmutterentzündung).

Dieser Test ist nicht obligatorisch, aber optional. Es birgt ungefähr die gleichen Risiken wie die Amniozentese. Daher liegt die letzte Entscheidung, ob Sie dieses Verfahren durchführen oder nicht, bei Ihnen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt und überlegen Sie sorgfältig, welche Risiken dies mit sich bringt und welche Risiken es mit sich bringt, aufzugeben, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

Wie läuft der Test ab?

  • Vor 30 oder 60 Minuten erhalten Sie Antibiotika, um das Infektionsrisiko zu verringern.
  • Zu Beginn des Eingriffs überwacht der Arzt sorgfältig die Position des Fötus mit Hilfe des Ultraschalls. Anhand der Bilder auf dem Monitor führt der Arzt eine dünne Nadel durch die Bauchdecke, um in die Gebärmutter zu gelangen.
  • Eine sehr kleine Blutprobe aus den Venen der Nabelschnur wird durch eine Spritze entnommen und dann die Nadel entfernt.
  • Es ist wichtig, während des Eingriffs still zu bleiben, insbesondere wenn der Arzt die Nadel einführt und entfernt.
  • Der gesamte Vorgang dauert ungefähr 1 Stunde, aber Ultraschall- und Fetalüberwachung beanspruchen den größten Teil der Testzeit.
  • Nach Abschluss des Tests können Bauchkrämpfe oder sogar leichte Vaginalblutungen auftreten.
  • Ihr Arzt wird Ihnen Ruhe und Entspannung empfehlen. Wenn Sie Fieber, Schüttelfrost oder starke Vaginalblutungen haben, sollten Sie dringend zum Arzt zurückkehren.

Wann liegen die Testergebnisse vor?

Die Blutprobe wird ins Labor gebracht und analysiert. Die Ergebnisse werden in der Regel innerhalb von 72 Stunden angeboten. Diese werden von Ihrem Arzt interpretiert. Er wird auch in Abhängigkeit vom Ergebnis und den nächsten Schritten bei der medizinischen Überwachung der Schwangerschaft bestimmen.

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